Leseproben & Einblicke in Antalon

Tauche ein in die ersten Bände der Science-Fiction-Jugendbuchreihe. Erlebe packende Schlüsselmomente, faszinierende Charaktere und den Beginn einer Saga, die inzwischen 42 Bände umfasst.

Das Knirschen von Felsen begann erneut. Leonie fuhr herum und schaute nach der Tür, durch die sie eben gekommen war. Sollte sie etwa hier eingeschlossen werden? ‑ Nein, die Felswand hinter ihr stand still. Doch gegenüber, an der hinteren Wand des Raumes, bewegte sich ein Riesenbrocken. Nach und nach gab er einen Durchgang frei. Der Raum oder Gang dahinter lagen aber in tiefster Dunkelheit.

Verwundert starrte Leonie auf den sich vergrößernden Spalt. Und dann fuhr ihr der Schreck in die Glieder wie noch nie zuvor in ihrem Leben: Aus der Dunkelheit erschien ein Lebewesen - eine menschliche Gestalt, bekleidet mit einem grün-silbernen Overall und einem Integralhelm, dessen Visier im Schein der elektrischen Lampe golden schimmerte. Dieses Wesen machte ein paar Schritte auf sie zu und hielt ein Handy in einer Hand.

Und nun geschah im Bruchteil von Sekunden mehreres, von dem sich Leonie hinterher nicht mehr erklären konnte, ob es sich dabei um einfache Reflexe oder mit dem Verstand geplante Aktionen gehandelt hatte: Ihre rechte Hand zuckte nach vorn, als würde sie nach dem Smartphone greifen wollen, gleichzeitig begann sich ihr ganzer Körper nach hinten zu bewegen, dann drehte sie sich um und rannte aus dem Raum. So schnell wie möglich ging es den Gang zurück, den sie eben erst hergekommen war. Die Schritte hallten von den Wänden. Waren nur die eigenen zu hören? Wurde sie etwa verfolgt?

Leonie wagte nicht, sich umzudrehen. Sie kam zu der Biegung und nahm sie in höchster Eile. Schwer atmend sprang sie kurz darauf in das eine Boot. Mit beiden Beinen kam sie auf. Durch ihren Schwung bewegte sich der Nachen sofort vorwärts. Schon kniete sie am Bug und nahm das Seil in die Hände. Heftig zog sie daran. Bald hatte sie das Ufer der Insel erreicht.

Mit einem Riesensatz sprang sie an Land. Das hatte ungeahnte Folgen: Das Boot schwamm wieder auf den See zurück! Aber das war ihr jetzt gleichgültig. Allerdings kam Leonie auch nicht so weit, wie sie gehofft hatte. Sie landete auf Händen und Füßen. Egal ‑ sie musste nur irgendwie den Vorsprung wahren!

„Au, so ein Mist!“, schrie sie plötzlich auf. Mit einer Hand hielt sie sich die linke Seite und verzog das Gesicht. Seitenstechen, dachte sie voll Panik. Das hat mir gerade noch gefehlt!

Und wirklich konnte sie sich kaum mehr fortbewegen. Jeder Schritt war eine Qual. Wie tausend Nadelstiche fühlte sich das an. So humpelte sie bis zur Mitte der Insel und setzte sich auf die Bank, auf der sie heute schon einmal gesessen hatte.

Vorsichtig atmete sie ein paar Mal tief durch. Nein, so konnte sie unmöglich weiterkommen! Was soll ich jetzt bloß machen? dachte sie. Ihr Blick fiel auf das Boot. Fast ruhig lag es da, aber mitten im See! Und der Verfolger? Tauchte er schon auf?

Tatsächlich! Der Fremde ‑ Leonie hatte anhand des Schnitts des Overalls das unbestimmte Gefühl, dass es ein Mann war ‑ erschien unter dem Torbogen und schaute zu ihr her. Es hatte den Anschein, als hätte er es überhaupt nicht eilig gehabt. Seine Bewegungen waren ohne jede Hast. Nun hob er die Arme und hielt die Hände an jene Stelle seines Integralhelmes, hinter der sein Mund zu vermuten war. Irgendetwas schien er zu rufen.

Der Auftakt: Band 1

Mit dem allerersten Buch öffnet sich das Tor zur Antalon-Welt. Lerne die Hauptfiguren kennen und begleite sie bei ihren ersten Schritten in ein Abenteuer voller zukünftigerTechnologien, fremder Kontinente und unerwarteter Gefahren.

Schlüsselszene: Die Vulkanhöhle

Es ist ein ganz besonderer, erloschener Vulkan: Denn an seine linke Seite ist ein etwas kleinerer Berg angewachsen, in dem sich eine geheimnisvolle Höhle befindet. Hier trifft Leonie zum ersten Mal auf Caron. Eine schicksalhafte Begegnung auf einer Insel mitten im Höhlensee.

Es geht nahtlos weiter in Band 2

Eben war Leonie auf dem Einmeterbrett angekommen. Sie stellte sich ganz vorne hin und winkte Julia zu. Dann sprang sie los, mit den Beinen voraus. Beim zweiten Mal versuchte sie einen Kopfsprung. Es klappte so gut, dass sie das noch mal probierte, diesmal allerdings mit Anlauf.

„Na, was sagst du jetzt?“, fragte sie, als sie in Julias Nähe aus dem Wasser stieg.

„Nicht schlecht. Noch schöner ist’s vom Dreimeterbrett!“

Leonie überlegte kurz. Das hatte sie nicht oft probiert. Aber sie konnte sich vor Julia keine Blöße geben. Also machte sie sich auf den Weg. Langsam stieg sie die Stufen hoch. Vorsichtig ging sie auf dem wippenden Brett nach vorn. Ein Blick zu Julia: sie schaute aufmunternd her.

Leonie hielt den Atem an und sprang mit dem Kopf voraus. Die Luft pfiff nur so an ihr vorbei. Mit einem klatschenden Geräusch tauchte sie in das Wasser ein. Plötzlich war es ganz still um sie her. Der Schwung drückte sie fast bis auf den Grund des Beckens. Der Wasserdruck in dieser Tiefe war für sie ungewohnt. Aber es ging ja schon wieder aufwärts.

Schlagartig teilte sich das Wasser über ihr. Ein Fuß traf sie mitten auf den Kopf, der andere auf die rechte Schulter. Leonie sank zurück auf den Grund des Beckens. Der Druck in den Ohren kam ihr nun unerträglich vor.

Nichts wie weg, schoss es ihr durch den Kopf. Wenn nur mein Kopf nicht so furchtbar wehtäte! Und die Schulter spüre ich auch! Schon sah sie die Schräge vor sich, die vom Sprungbecken zum Langbecken führte. Ohne es zu wollen, öffnete sie den Mund. Chlorwasser drang herein. Sofort bekam sie einen starken Hustenreiz. Alle Versuche, ihn zu unterdrücken, schlugen fehl. Der letzte Rest von Luft wurde aus den Lungen gepresst.

Jetzt ist's aus! dachte Leonie verzweifelt. Jegliche Orien­tie­rung hatte sie mit einem Mal verloren. Wie wild ruderte sie mit Armen und Beinen, kam jedoch irgendwie nicht von der Stelle.

Die Abenteuer in den Sommerferien

Die 15-jährige Leonie darf in den Sommerferien eine Woche lang zu ihrer Großmutter nach Rosenstadt. Dort lernt sie ein gleichaltriges Mädchen kennen, das sehr schnell zu ihrer Freundin wird. Mit der Arzttochter Julia erlebt sie so manches Abenteuer, nicht nur im Freibad, sondern auch mit Skinheads, die auf ihren schweren Motorrädern einen Besuch genau in der Disco machen, in der die beiden jungen Damen gerade ahnungslos am Tanzen sind.

Unter Rennfahrern auf dem Nürburgring

Kurz vor dem Karussell war es dann so weit: Der Porsche Fahrer verbremste sich, fuhr falsch in die Kurve ein und rutschte aus der Steilwand nach oben in den flachen Teil der Biegung. Dort musste er ein zweites Mal bremsen, um nicht vollends in die Leitplanken zu krachen.

Diese wenigen Augenblicke genügten. Dennis durchfuhr die Steilwand ohne Mühe und überholte dabei den Porsche gekonnt und ohne jegliche Berührung.

Nun hatte Tobias durch das Heckfenster freie Sicht auf den sie nun verfolgenden RSR. Und dieser holte zusehends auf und machte Anstalten, dasselbe mit dem BMW zu veran­stalten, was er bereits mit dem Golf GTi getan hatte.

Soweit durfte es Tobias aber nicht kommen lassen. Er drehte sich nach hinten und nahm den Porsche mit dem Handy ins Visier. Als dieser nah genug dran war, ließ er ihn einfach ein paar Zentimeter nach oben schweben. So weit, dass die Räder des 911 den Halt verloren und mit lautem Quietschen und Pfeifen das Hochdrehen des Motors unter­malten. Die Maschine des RSR kam in den Begrenzer und wurde abgeriegelt. Dann starb der Motor sogar ganz ab.

Tobias ließ den Porsche wieder auf die Straße zurück­sinken. Reifen quietschten, blauer Rauch stieg auf, das ganze Fahrzeug war kurzfristig nicht mehr zu sehen.

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